Umfrage: Berliner Mittelstand vorsichtig, Brandenburger optimistisch

Der Berliner Mittelstand blickt eher skeptisch in die kommenden Monate. Während im Frühjahr 2010 noch fast jeder Zweite (45,9 Prozent) von Umsatzsteigerungen ausging, erwartet diesmal nur jeder Vierte (23,9 Prozent) ein Umsatzplus. Dies ergab eine Umfrage der Auskunftei Creditreform. Sinkende Umsätze befürchten demzufolge 27,4 Prozent der Befragten (Vorjahr: 16,9 Prozent). Im Brandenburger Mittelstand herrscht dagegen Zuversicht: Dort rechnen vier von zehn Befragten (39,8 Prozent) mit Umsatzsteigerungen. Das ist ein doppelt so hoher Anteil wie im Vorjahr (19,6 Prozent). Nur noch jeder zehnte Mittelständler (9,3 Prozent) geht davon aus, weniger Umsatz zu erzielen. Im Frühjahr 2010 erwartete das noch jeder Vierte.

Trotz der verhaltenen Stimmung ist die Investitionsbereitschaft der Berliner Unternehmen dennoch gestiegen. 53,8 Prozent von ihnen haben ein Investitionsvorhaben geplant, nachdem das im Vorjahr bei 43,5 Prozent der Befragten der Fall war. Auch in Brandenburg zieht die Investitionstätigkeit der Unternehmen weiter an. Planten im Frühjahr 2010 noch 48,0 Prozent der Unternehmen ein Investitionsvorhaben, so sind es aktuell 54,2 Prozent.

Neueinstellungen konnte jedes dritte Unternehmen in Berlin (34,2 Prozent) für die zurückliegenden sechs Monate melden (Vorjahr: 19,3 Prozent). Jedes zehnte Unternehmen (10,3 Prozent) musste dagegen während der letzten sechs Monate Personal abbauen. Das ist ein deutlich geringerer Prozentsatz als in der Frühjahrsbefragung 2010, als noch 27,7 Prozent der Befragten die Mitarbeiterzahl verkleinert hatten.

In Brandenburg wiederum hat sich der Personalbestand der Mittelständler im Verlauf des Winterhalbjahres 2010/11 verringert. Jeder Vierte (23,7 Prozent) musste Personal abbauen, nur 13,6 Prozent der Befragten wiesen eine höhere Mitarbeiterzahl auf als vor sechs Monaten (Vorjahr: 15,7 Prozent). Damit verlief der Beschäftigtenabbau während der Wintermonate gebremster als im Vorjahr, als 34,3 Prozent der Unternehmen ihre Belegschaft verkleinern mussten.