Handwerk bildet weniger aus

Das Berliner Handwerk schloss 2010 weniger Ausbildungsverträge ab als 2009: Die Gesamtzahl sank von 4941 auf 4773. Darunter waren zwar mehr betriebliche Ausbildungsverträge (3512 gegenüber 3472 im Vorjahr – ein Plus von 1,2 Prozent), doch bei den in außerbetrieblichen Einrichtungen geschaffenen Ausbildungsverträgen wurde ein Rückgang von minus 14,2 Prozent verzeichnet.

Bemerkenswert ist dabei, dass immer mehr Jugendliche mit Abitur eine Ausbildung im Handwerk beginnen. Hatte vor fünf Jahren noch jeder zehnte Ausbildungsanfänger in Berliner Handwerksbetrieben Abitur, so ist es heute schon fast jeder sechste. „Dass sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich mehr junge Menschen mit Hochschul- bzw. Fachhochschulreife für eine Ausbildung im Handwerk entscheiden, zeigt, dass das Handwerk für leistungsstarke Jugendliche immer attraktiver wird. Wir sind auf einem guten Weg, hochqualifizierten Nachwuchs als zukünftige Fachkräfte im Berliner Handwerk zu etablieren“, sagt Ulrich Wiegand, Geschäftsführer und Leiter der Abteilung Ausbildung der Handwerkskammer Berlin.