Gesundheitstourismus in Berlin boomt

Metropole statt Kurort? Das Reiseziel für Patienten, die zu einer medizinischen Behandlung nach Deutschland kommen, heißt immer häufiger Berlin. Die deutsche Hauptstadt bietet mit gut 18.000 Fachärzten und Spezialisten, 121.500 Hotelbetten, sechs großen Kongresszentren und Hallen sowie modernste Wellness-Anwendungen eine hervorragende Infrastruktur für Medizin- und Gesundheitsreisen. Alle großen Berliner Krankenhäuser verfügen inzwischen über sogenannte „international offices“ für die spezielle Betreuung internationaler Patienten. Zahlreiche Hotels haben sich auf diese Besucher eingestellt. Das teilte die Stadtmarketinggesellschaft visitBerlin mit. Wellness- und Gesundheitsreisende sind eine interessante Zielgruppe für die deutsche Hauptstadt. Während der klassische Berlin-Tourist im Durchschnitt 2,3 Tage in der Stadt bleibt, verzeichnen die Hotels bei Health-Besuchern eine Aufenthaltsdauer von zehn bis 14 Tagen. Dazu liegen Medizin- und Gesundheitsreisen im Trend: Allein die Charité konnte im vergangenen Jahr auf ein Wachstum von 20 Prozent bei den internationalen Patienten zurückblicken. Besonders gefragt sind die Fachbereiche Onkologie, Transplantationsmedizin, Neurochirurgie und Kardiologie. Gesundheitstourismus endet jedoch nicht beim Patienten. Berlin ist auch eine wichtige Destination für Fort- und Weiterbildung im medizinischen Bereich sowie für große Medizinkongresse.