Freiberufler lehnen Zwang zur Altersvorsorge ab

Der Verband der Freien Berufe Berlin (VFB) lehnt den Vorschlag von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen ab, wonach Selbständige ab dem kommenden Jahr zur Altersvorsorge verpflichtet werden sollen. „Die Freiberufler in Deutschland können selbst für sich sorgen. Die Selbstständigen sind nicht bereit, die in Deutschland nicht funktionierende Altersvorsorge zu retten“, sagt Claudia Frank, Präsidentin des Verbandes der Freien Berufe Berlin.

Die Gängelung der Freien Berufe durch die Politik erreiche mit dem Vorstoß der Bundesarbeitsministerin eine neue Qualität. „Frau von der Leyen will die leeren Rentenkassen füllen und dabei die Selbstständigkeit noch mehr erschweren. Sie baut gerade für junge Menschen, die sich eine Existenz aufbauen wollen und in das Abenteuer Selbstständigkeit starten, eine zusätzliche Hürde auf“, sagt Claudia Frank. Die Regelungen sollen für alle Selbstständige gelten, die bei Inkrafttreten des Gesetzes jünger als 30 Jahre sind. Nach Berechnungen des Ministeriums sollten monatlich rund 350 bis 400 Euro aufgewendet werden. Das sei für Existenzgründer schlicht nicht zu erwirtschaften, meint die VFB-Präsidentin.

Ausgenommen sind Freiberufler die bereits in berufsständischen Versorgungswerken versichert oder Mitglied in der Künstlersozialkasse sind. „Das ist in Berlin für die Steuerberater völlig widersinnig. Denn in der Hauptstadt wird ihnen ein eigenes Versorgungswerk bislang nicht genehmigt.“ 

 

 

 




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