23. Juli 2010
„Mittelblockade konterkariert Konjunkturpaket“
Die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg fordert die sofortige Rücknahme der Sperre von Bauinvestitionen im brandenburgischen Haushalt. Hauptgeschäftsführer Wolf Burkhard Wenkel erklärt dazu: „Nach den neuesten Angaben aus dem Finanzministerium sind von dieser Sperre Investitionsausgaben in Höhe von 17,6 Millionen Euro des Infrastrukturministeriums betroffen. Viele Straßenbau-Vorhaben in brandenburgischen Kommunen liegen bereits auf Eis. Diese Mittelblockade konterkariert das Konjunkturpaket, das nun ausschließlich die durch die Haushaltssperre weggefallenen Aufträge substituieren muss. Das ursprüngliche Ziel, mit zusätzlichen Aufträgen die Folgen der Wirtschaftskrise abzumildern, rückt damit in weite Ferne.“
Das Konjunkturpaket sei seit einigen Monaten in Brandenburg spürbar angelaufen und beschere dem bauwirtschaftlichen Mittelstand eine gute Auftragslage. Wenkel warnte davor, diesen positiven Effekt durch die Haushaltssperre zunichte zu machen und die wirtschaftliche Erholung des Landes damit aufs Spiel zu setzen: „Schränkt man die Investitionstätigkeit am Bau jetzt ein, muss man mit negativen Folgen für den Wirtschaftsaufschwung und die Beschäftigung rechnen. Wird die Sperre der investiven Ausgaben nicht zurückgenommen, steuert Brandenburg auf eine selbstverschuldete Wirtschaftskrise zu.“
22. Juli 2010
40 Prozent der Luxuswohnungen im Palais Theising vorab verkauft
Ab August beginnt im Berliner Regierungsviertel der Bau der exklusiven Wohn- und Geschäftsgebäude „Palais Theising“ und „Palais Behrens“.
In einem denkmalgeschützten Bestandsbau aus dem Jahr 1898 baut die Frankonia Eurobau AG gegenüber der komischen Oper hochwertige Wohnungen. An der Behrenstraße entstehen mit dem „Palais Behrens“ auf dem
freiwerdenden Grundstück zwischen Palais und der Bayerischen
Landesvertretung zwei hochwertige Bürogebäude.
„Die Vorvermarktung der Wohnungen im Palais Theising ist erfolgreich abgeschlossen, 40 Prozent der edlen Wohnungen sind bereits vor Baubeginn verkauft“, sagt Uwe Schmitz, CEO der Frankonia Eurobau AG. Die Wohngebäude sollen Ende 2012 fertiggestellt werden.
Insgesamt entstehen im „Palais Theising“ 27 Eigentumswohnungen von 81 bis 230 Quadratmeter. Im „Palais Behrens“ werden 12.500 Quadratmeter Bürofläche errichtet. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 70 Millionen Euro.
19. Juli 2010
XING-Unternehmensprofil für Freiberufler
Das Business-Netzwerk XING bietet jetzt auch Freiberuflern und Ein-Mann-Unternehmen die Möglichkeit, sich kostenlos mit einem Unternehmensprofil zu präsentieren. Mit dem neuen Profil haben sie die gleichen Möglichkeiten sich darzustellen, wie Großunternehmen und können so ihre Präsenz und Visibilität im Internet weiter erhöhen. Über eine Million Freelancer und Ein-Mann-Unternehmen sind bereits bei XING aktiv.
Mit einem Unternehmensprofil erreicht man nicht nur Kunden oder Auftraggeber, sondern potenziell alle Internetnutzer, die nach einem suchen. Es bietet damit eine ressourcensparende Alternative zur eigenen Website oder zum Eintrag in ein Branchenverzeichnis.
Helmut Becker, Chief Commercial Officer der XING AG: „Es ist heute selbstverständlich, sich online über Unternehmen und Dienstleister zu informieren. Es reicht aber nicht mehr aus, einfach nur auffindbar zu sein. Vielmehr müssen Unternehmen zum einen dafür sorgen, dass sie dort sind, wo ihre Zielgruppe ist und zum anderen die eigene Reputation aktiv managen.“
13. Juli 2010
In Südbrandenburg entstehen die größten Solarparks Deutschlands
Die Solarparks, die auf den ehemaligen Tagebauflächen in Finsterwalde und Senftenberg in Südbrandenburg gebaut werden, sind die derzeit größten in ganz Deutschland. Dies teilte der Berliner Projektentwickler unlimited energy GmbH am Montag mit. Bis zum Herbst soll die Großanlage in Finsterwalde mit einer Gesamtleistung von 81 Megawatt fertiggestellt werden.
Bebauungspläne für die benachbarten Flächen Senftenberg II und III wurden bereits eingereicht. Zusammen sollen die beiden Standorte eine Energieleistung von rund 170 Megawatt liefern.
8. Juli 2010
Mittel aus Marktanreizprogramm fließen wieder
Der Haushaltsausschuss hat gestern die Haushaltssperre für das Marktanreizprogramm (MAP) aufgehoben. Anfang Mai sperrte der Bund Fördermittel in Höhe von 115 Milionen für die klimafreundliche Umrüstung von Heiz- und Kühlanlagen, was einen massiven Einbruch am Solarwärmemarkt nach sich zog.
Nach wochenlangen Diskussionen können nun ab nächster Woche wieder wieder Zuschüsse beantragt werden.
Walter Rasch, Vorsitzender des Bundesverbands, Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen nannte die Entscheidung einen wichtigen Erfolg für den Klimaschutz. Darüber hinaus plädiert er für ein verlässliches Fördergesetz für die Verbraucher: "Dies gibt Investoren Sicherheit bei der Planung von Heizungsmodernisierungen. Wir brauchen jetzt Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur. Marktanreizprogramme führen zu Beschäftigung und bringen dem Staat Mehreinnahmen durch Lohnsteuer und Sozialabgaben. Das belegte auch die Anfang Juni vom Ifo-Institut vorgelegte Studie."
2011 sollen 380 Millionen Euro in das Marktanreizprogramm fließen, die laut Bundesumweltministerium 2,8 Millionen Euro Investitionen auslösen würden.
7. Juli 2010
Mit Windeln zum Erfolg: Auszeichnung für Berlins familienfreundlichste Unternehmen
Beim ersten Landeswettbewerb "Unternehmen für Familie" wurden am Montag drei Berliner Unternehmen für ein besonders familienfreundliches Arbeitsklima ausgezeichnet. In den nach Mitarbeiterzahl gestaffelten Kategorien gewannen jeweils die "Nostalgic-Art Merchandising GmbH", die "dan pearlman Markenarchitektur GmbH" und als größtes Unternehmen die "Wissenschaftliche Gerätebau Dr. Ing. Herbert Knauer GmbH". Dabei zeigte der Wettbewerb, wie vielfältig die Modelle sind, mit denen sich Familie und Beruf vereinbaren lassen: Die Wettbewerbssieger bieten ihren Mitarbeitern zum Beispiel flexible Arbeitszeiten, Zuschüsse für Kinderbetreuungskosten oder einen betriebseigenen Kinderraum.
"Nun kommt es darauf an, mit diesen guten Beispielen für Nachahmer zu werben", sagte Jürgen Wittke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Berlin. "Gerade für die rund 32.000 Berliner Handwerksbetriebe, die übrigens zu etwa drei Vierteln den Familienbetrieben zugerechnet werden können, sind familienfreundliche Rahmenbedingungen ein Erfolgsfaktor", so Wittke weiter.
Neben den drei Auszeichnungen vergab die Jury einen Sonderpreis an die Auto-Elektrik G. Holtz & Co. KG. Die fünf Beschäftigten können ihre Kinder mit an den Arbeitsplatz mitbringen und dort betreuen. Auch die Arbeitszeiten sind individuell geregelt und passen zu den Bedürfnissen der Beschäftigten.
In diesem Jahrgang haben sich insgesamt 30 Firmen für die Auszeichnung beworben. Der nächste Wettbewerb wird in zwei Jahren stattfinden.
7. Juli 2010
Könnte das Vergabegesetz zum "zahnlosen Papiertiger" werden?
Die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg hat Bedenken, ob das neue Vergabegesetz genügend Möglichkeiten bietet, die Einhaltung der Vorschriften zu überwachen.
„Die im Gesetz festgeschriebenen Kontrollpflichten des Auftraggebers sind richtig. Nur müssen diese Kontrollen vor allem bereits vor der Auftragsvergabe erfolgen. Und auch nach der Vergabe brauchen wir flächendeckende und regelmäßige Überprüfungen, die per Gesetz festgeschrieben werden. Sonst entwickelt sich das Gesetz zu einem zahnlosen Papiertiger“, erklärt Burkhard Wenkel, Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes.
Auch sei es wichtig, Vergabeentscheidungen unbürokratisch und kurzfristig zu überprüfen, um Schwarzarbeit am Bau zu bekämpfen.
Die Entscheidung, öffentliche Aufträge an einen Mindestlohn zu koppeln, begrüßt Wenkel Wenkel aber, da damit es damit schwarzen Schafen am Bau zumindest erschwert würde, Aufträge zu bekommen.
2. Juli 2010
Vergabegesetz verabschiedet: 7,50 Euro Mindestlohn bei öffentlichen Aufträgen
Im Berliner Abgeordnetenhaus wurde gestern das neue Landesvergabegesetz beschlossen. Für öffentliche Aufträge gilt nun die Lohnuntergrenze von 7,50 Euro. Auf diese Weise möchte die Regierung Mindeststandards sicherstellen und Dumpinglöhne aus dem Wettbewerb verbannen. Angebote, die zehn Prozent unter dem kalkulierten Auftragswert liegen, müssen besonders überprüft werden.
Daneben fordert die neue Gesetz auch eine bestimmte Anzahl von Frauen im Unternehmen und ökologische Standards.
Die alte Regelung war im April 2008 vom Europäischen Gerichtshof für unzulässig erklärt worden, da sie Tariftreue bei öffentlichen Auftragen verlangte. Laut EG-Richtlinie darf aber Unternehmen aus anderen Staaten der EU, die Arbeiter entsenden, nicht generell der tarifvertraglich vorgesehene Lohnsatz vorgeschrieben werden.
1. Juli 2010
Entscheidung im Abgeordnetenhaus: Neue Kriterien für öffentliche Auftragsvergabe?
Der Entwurf des neuen Vergabegesetzes wird heute dem Berliner Abgeordnetenhaus vorgelegt. Das von von den Regierungsfraktionen initiierte Gesetz sieht unter anderem vor, dass bei öffentlichen Aufträgen in Zukunft strenge soziale und ökologische Auflagen eingehalten werden müssen. Insbesondere müssen Firmen ihren Mitarbeitern den Mindestlohn von 7,50 Euro pro Stunde zahlen.
Bei Unternehmern stößt der Gesetzesentwurf auf heftige Kritik. Die Vereinigung der Unternehmensverände (UVB) warnt vor einer willkürlichen Vergabepraxis, die die Tarifvertragspartner außen vor lässt.
Die Handwerkskammer (HWK) Berlin befürchtet, dass kleine und mittlere Unternehmen durch die bürokratischen Auflagen zu stark belastet werden. HWK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Wittke begrüßt allerdings die vorgesehene Regelung beim Mindestlohn: "Die Einhaltung von Mindestlöhnen ist ein wichtiger Beitrag für einen fairen Wettbewerb und wirkt Dumpungangeboten entgegen."
Gewerkschaften und Umweltorganisationen hoffen darauf, dass Berlin mit dem Entwurf eine sozial-ökologische Vorreiterrolle in Sachen Beschaffungspraxis einnehmen wird.
Stimmt das Abgeordnetenhaus dem Entwurf zu, treten die Änderungen noch im Juli in Kraft.
1. Juli 2010
Berthold-Beitz-Zentrum in Berlin gegründet
Ab heute trägt das Russland/Eurasien-Zentrum der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) den Namen "Berthold-Beitz-Zentrum - Kompetenzzentrum für Russland, Ukraine, Belarus und Zentralasien in der DGAP."
Mit der Umbenennung würdigt das Zentrum das Lebenswerk Berthold Beitz´, der nach dem zweiten Weltkrieg die Geschicke der Firma Krupp leitete. Er galt als moralisches Vorbild in der deutschen Nachkriegswirtschaft und Vorreiter für Verständigung zwischen Ost und West.
Das Zentrum soll als Schnittstelle zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft das wirtschaftliche Engangement Deutschlands im Osten mit Analysen begleiten und Handlungsoptionen aufzeigen.
"Die Annäherung Westeuropas und seiner direkten östlichen Nachbarstaaten wurde mit der Erweiterung der Europäischen Union vollzogen. Zu den Ländern Russland, Ukraine und Belarus sowie zu den Staaten Zentralasiens und des Südkaukasus stehen trotz Erfolgen noch weitere Anstrengungen an. Genau hier setzt das zukünftige Berthold-Beitz-Zentrum an.", so Tessen von Heydebreck, Mitglied im Vorstand des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft.
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