Go China!
Das Austauschprogramm "KulturLife"
wirbt mit diesem Plakat und Mao
für ein Schuljahr in Peking.

Sprachen werden zum Wettbewerbsvorteil

Go China!

Text: Sascha Suden

Dank eines neuen Austauschprogramms können Auszubildende in Peking die Sprache der Zukunft lernen: Chinesisch.

Die Hauptstadtregion sucht ihr Glück im Osten. Berlin ist mit Peking als Patenstadt verbunden, und Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers reist Mitte Juni mit einer Delegation erst nach Peking und dann nach Shanghai zur Expo. Es begleiten ihn dabei Vertreter von Wirtschaftsunternehmen der Region. Im Gepäck die Hoffnung, die Wirtschaftsbeziehungen auszubauen. Nur Chinesisch spricht bislang kaum einer. Dabei ist Sprache wichtig für das Verständnis einer Kultur und zur Vermeidung von Missverständnissen. Allerdings kann es sich kaum ein Unternehmer leisten, abends noch eine Sprache zu lernen, und dann noch eine für Mitteleuropäer so exotische. Wer allerdings in die Zukunft investieren will, um den Markt der Zukunft zu erobern, der kann seinen Auszubildenden jetzt Studiensemester an einer Hochschule in Peking ermöglichen.

Chinesisch lernen mit Bruder Jakob
„Mit der CNU haben wir eine der wenigen chinesischen Schulen, die Schülern und Auszubildenden einen Aufenthalt auch ohne vorherige Sprachkenntnisse ermöglichen. Von den etwa 2.500 Schülern kommen 6 % nicht aus China,“ so Felix Ewald, der Leiter des Austauschprogramms. Das bedeutet auch, dass man sehr schnell Chinesisch lernt, denn Englisch spricht dort kaum ein Schüler. „Das Schuljahr beginnt mit reinem Chinesischunterricht. Wenn das entsprechende Niveau erreicht wurde, kann man im zweiten Semester bereits in den regulären Unterricht wechseln“, so Ewald. Das Programm ist für Schüler und Auszubildende geeignet. Die Kosten inklusive Flug, Unterbringung und Schulbesuch beginnen bei 6.590 Euro für ein Semester. Der Kontakt zu den Chinesen kommt dabei nicht zu kurz, denn die Austauschschüler gehen nicht an eine Sprachschule, sondern an eine der besten chinesischen High Schools Pekings. Wie spannend dort das Leben sein kann, berichtet Austauschschülerin Heidi aus Bad Doberan nach vier Wochen: „Jeden Tag von 8 Uhr bis 15 Uhr habe ich Unterricht in Chinesisch, als absolute Anfängerin. Eine Herausforderung für die Lehrer, die zum Teil nur ein paar Brocken Englisch konnten. So versuchte ich Chinesisch auf Chinesisch zu lernen. Nach der ersten Woche verstand ich schon mehr. Mittlerweile kann ich schon den chinesischen Text von Bruder Jakob singen.“ Unternehmer, die in ihre Auszubildenden investieren, können zukünftig mit ihren chinesischen Geschäftspartnern besser kommunizieren.

 



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