Aus Alt mach Neu
Früher eine Punk-Kneipe, jetzt die erste Adresse
für Leasingcomputer

Wie Sie sich schnell und preiswert mit Computern ausstatten können

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Text: Martina Conradt

„Im Moment ist die Auswahl eher klein. Alles ausverkauft!“, sagt Jürgen Wallat, Chef der Firma Edutech, und zeigt auf ein ziemlich leeres Regal. „Aber nächste Woche kommt wieder eine große Lieferung von Dell!“ Lächelnd erzählt der 40-Jährige, dass zwar die allermeisten Rechner schon vorbestellt bzw. sogar schon verkauft sind, aber eben nicht alle. „Wer da zuerst kommt, mahlt natürlich zuerst.“ Vor zehn Jahren hatte der Volljurist zusammen mit einem Freund eine ziemlich clevere Idee: Seitdem arbeitet er nicht mehr als Anwalt, sondern verkauft und verleiht Technik und handelt mit PC-Leasing-Rückläufern – und ist damit weit und breit allein auf weiter Flur. „Große Firmen wie z. B. Versicherungen und Banken tauschen in der Regel alle zwei bis drei Jahre ihre PC-Hardware aus – wir kaufen dann die Leasing-Computer, Notebooks und Monitore zum Beispiel von IBM, HP oder Dell. Alles wird überarbeitet, gewartet, dem aktuellen Standard angepasst und kann dann zu sensationell günstigen Bedingungen bei uns gekauft werden. Und der Kunde kann sicher sein: Solche Firmen haben immer die neueste Technik und die besten Ausführungen, da sie sich Havarien nicht leisten können. Und diese 1-A- Qualität geben wir an unsere Kunden weiter. Natürlich mit Garantie!“ Zwischen 130 und 200 Euro kostet ein solcher PC – und ist damit für diese Qualität konkurrenzlos preiswert. Jürgen Wallat: „Da wir direkte Kontakte zu Herstellern haben, können wir optimale Konditionen bieten. Wir sind sehr breit aufgestellt und bedienen deshalb eine breite Kundenschicht: Bildungseinrichtungen, Businesskunden und gerne auch Laufkunden.“

Manchmal sind die Geräte so neu, dass es sogar noch Herstellergarantie gibt. „Die Lieferung nächste Woche zum Beispiel – rund 18 Monate läuft da noch die Werksgarantie.“ Im Gegensatz zu Großmärkten, die wegen mangelhafter Ware mit Rückläufen von bis zu 20 Prozent kalkulieren, sind die Leasing-PCs von Wallat beinahe „unkaputtbar“. „Wir geben auch ein Jahr Garantie – aber die Geräte sind so hochwertig, dass selten etwas passiert. Und wenn, helfen wir auch schnell und unbürokratisch.“   Deshalb hat die kleine Firma mit Sitz in einem Ladenlokal, einer ehemaligen Punk-Rock-Kneipe an der Grenze zwischen Prenzlauer Berg und Mitte, auch einen entspannten Blick auf die Handelsriesen, die es inzwischen an jeder Ecke gibt. „Wir unterscheiden uns massiv dadurch, dass wir Ware verkaufen, die normalerweise nur in den Businessbereich geht. Unsere Sachen sind qualitativ sehr hochwertig, der Kundenkontakt ist eng und persönlich, wir beraten individuell nach dem persönlichen Bedarf – egal ob nun Bildungseinrichtung oder Privatkunde. Wir machen natürlich auch Reparaturen und Fehleranalysen – immer schnell und serviceorientiert. Und die Preise sind deshalb so günstig, weil unsere Ware auf Stückzahlen kalkuliert ist. Gehen Sie mal mit einem kaputten Gerät zu einem der Technikriesen: erst warten Sie zwei Stunden, bis ein Mitarbeiter Zeit hat, und vier Wochen bis zu einer ersten Analyse. So kann doch heute kein Mensch mehr arbeiten!“

Die Firma Edutech verkauft nicht nur, sie verleiht auch Technik: sowohl an Endverbraucher als auch an öffentliche Einrichtungen. „Da wir in einer sehr hippen Gegend sind, bedienen wir Galerien, Film- und Werbefirmen, Restaurants, Architekten usw. im weitesten Sinne mit Präsentationstechnologie. Das fängt bei Home-Cinema- oder Fotoabenden im Wohnzimmer an und geht weiter über Businesspräsentationen, Ausstellungen und größere Veranstaltungen.“ Der nächste „Big Deal“ kommt mit der Fußball-WM: Schon jetzt gibt's meterlange Vorbestellungen für Beamer und Leinwände.

Ein zweites Steckenpferd des cleveren Juristen sind interaktive Tafeln. Auf die sind gerade ein paar kluge Köpfe im Berliner Senat aufmerksam geworden und fangen an, erste Schulen auszustatten und sie somit „kreidefrei“ zu machen. Jürgen Wallat erklärt: „Eine interaktive Tafel arbeitet in Kombination mit einem Beamer und Rechner. Sie können mit einem Stift oder dem Finger wie auf einem großen Touchscreen und auch wie auf einem herkömmlichen Whiteboard arbeiten. Dabei schreiben Sie mit digitaler Tinte und können jedes Ergebnis eines Meetings oder einer Kundenpräsentation in nahezu jedem Dateiformat abspeichern, per Mail verschicken oder ausdrucken. Alles, was Sie über den PC darstellen, können Sie auf der Tafel aktiv einbeziehen, überschreiben oder verändern. Damit bedienen wir zum Beispiel Architekten, die Kunden für ihre Projekte begeistern konnten, weil sie diese – anders als bei einer starren Powerpoint-Präsentation – aktiv mit einbezogen haben. Und dabei kostet ein solches Board oft weniger als das repräsentative Ledersofa im Foyer.“ Ca. 1.300 Euro muss man dafür anlegen. Und auch hier boomt das Geschäft.

 


 

Kontakt
Edutech
Geschäftsführer
Jürgen Wallat
Schönhauser Allee 21
10435 Berlin
Tel. 030 44327560
j.wallat@edutech-gmbh.de

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